Theorie

tafel_140Wie in Deutschland ist auch in den USA eine Theorieprüfung zu absolvieren. Unterschiede ergeben sich aber sowohl vom Inhalt als auch von der Vorgehensweise her.

Wenn Sie sich für den Erwerb einer amerikanischen Pilotenlizenz oder Berechtigung entschieden haben, ist das Verfahren sehr einfach: Sie kaufen sich die erforderlichen Unterlagen und lernen zu Hause.

Die notwendigen Unterlagen gibt es in verschiedenen Ausführungen. Ich bevorzuge den „Private Pilot Test Prep“ von ASA, es gibt auch eine kostengünstigere Variante von Gleim oder eine aufwändigere von Jeppesen. Natürlich können Sie auch komplette Multimedia-Unterlagen erwerben, die etwas teurer und umfangreicher sind. Nachteil: Sie benötigen mehr Zeit.

Recht sinnvoll ist die Anschaffung der „Prepware“, bei der zum Test Prep eine CD mitgeliefert wird, mit er Sie am PC oder Notebook lernen können.

Neben dem Theoriebuch mit dem Fragenkatalog benötigen Sie noch einen Navigationsrechner. Auch hier gibt es wieder verschiedene Varianten. Ich bevorzuge den billigsten mechanischen Rechner, der weniger als 20 Euro kostet. Die elektronischen Rechner sind deutlich teuer und völlig nutzlos, wenn die Batterie leer ist. Außerdem erfordern sie beide Hände zur Bedienung und sind daher im Flugzeug bei Turbulenz nicht zu gebrauchen.

Als letztes brauchen Sie ein Lineal mit Winkelmesser (empfehlenswert der Jeppesen PJ-1 Rotating Azimuth Plotter), und Sie haben mit rund 50,– Euro die notwendigen Utensilien für die Theorie.

Sollten Sie Schwierigkeiten mit dem Erlernen des Stoffes haben, kann ich Ihnen Hilfestellung anbieten. Ein Nachmittag oder höchstens ein Wochenende Unterricht reicht erfahrungsgemäß völlig aus, um das nötige Handwerkszeug und die Vorgehensweise für das Selbststudium kennen zu lernen. Sollte Ihr Englisch, insbesondere für die luftfahrttechnischen Ausdrücke, nicht ausreichen, so kann ich Ihnen zumindest beim ASA „Private Pilot Test Prep“ helfen, denn der liegt als Übersetzung vor.

Wenn Sie dann genügend gelernt haben, können Sie Ihr Wissen selbst entweder mit der CD der Prepware oder bei www.exams4pilots.org testen. Der Ablauf ist ähnlich der „richtigen“ Prüfung, kostet nichts und ist beliebig oft wiederholbar. Nachteil: Diese exams4pilots-Seite wird nicht mehr gepflegt und damit sind die Fragen nur zu  80 % aktuell.

Die endgültige Theorieprüfung legen Sie am besten am Computer der Flugschule ab, in der Sie Ihre praktische Ausbildung beginnen. Das Ergebnis wird ausgedruckt und bleibt 2 Jahre gültig.

Alle Prüfungen für weitere Lizenzen und Berechtigungen sind ähnlich einfach zu erwerben. Man sollte sich allerdings darüber im Klaren sein, dass vor der praktischen Prüfung ein Gespräch mit dem „Examiner“ stattfindet, in welchem das Theoriewissen noch einmal abgefragt wird. Es hat also keinen Sinn, die Fragen mit den zugehörigen Antworten auswendig zu lernen. Man sollte deren Inhalt auch verstanden haben.