Sie können Ihre Pilotenlizenz in den USA deutlich billiger erwerben als in Europa. Zwar zehren die Kosten für den Flug über den Atlantik, das Hotel und den Mietwagen den Vorteil wieder größtenteils auf, trotzdem ist die Ausbildung in den USA eine Alternative, und nicht ohne Grund führt auch die Lufthansa die fliegerische Grundausbildung ihrer angehenden Piloten in den USA durch.

Nirgendwo sonst auf der Welt können Sie in kürzerer Zeit und unter besseren Bedingungen fliegen lernen. Wenn Sie sich intensiv für die Theorieprüfung vorbereitet haben (das geht auch ohne jegliche Schule), können Sie als Teilnehmer eines intensiven Flugtrainings nach zwei bis drei Wochen Aufenthalt in USA als Privatpilot nach Hause reisen. Gleiches gilt für die Instrumentenflugberechtigung.

Wenn die zur Verfügung stehende Zeit eine wesentliche Rolle spielt, gibt es daher kaum eine Alternative. Weitere vorteilhafte Faktoren sind: Unterrichtsstunden in Theorie sind nicht vorgeschrieben, man kann zu Hause lernen. Dazu ist die Theorie weniger „kopflastig“ und auf das praktische Fliegen zugeschnitten.

- Alle zivilen Flugplätze sind 24 Stunden am Tag geöffnet.
- Landegebühren sind auf wenige große Verkehrsflughäfen wie Chikago, New York oder Los Angeles beschränkt.
- Für Sichtflüge sind weder am Tag noch bei Nacht Flugrouten oder Flugpläne vorgeschrieben.

Wetterdienst und Service sind ungleich besser. Wenn man sich mit dem Gedanken einer Ausbildung in USA trägt, spielt die Region eine große Rolle. Das Wetter ist von Landstrich zu Landstrich sehr unterschiedlich. Für ein Flugtraining bieten sich die südlich gelegenen Staaten an, da hier das Klima dem Mittelmeerklima nahe kommt. New York liegt beispielsweise auf dem gleichen Breitengrad wie Rom, Dallas und Los Angeles liegen etwa so weit südlich wie Casablanca.

Nach vielen Besuchen der USA hat sich für mich die Gegend um Dallas, Texas, als optimal für das Flugtraining herauskristallisiert. Im Vergleich zu Florida sind die Preise etwas günstiger, die Luftfeuchtigkeit ist deutlich geringer und es gibt um Dallas herum eine unglaubliche Dichte von Flugplätzen. Kalifornien ist zwar als Urlaubsziel wesentlich attraktiver, aber auch wesentlich teurer und liegt mehr als 2000 Kilometer weiter westlich mit zusätzlichen 2 Stunden Zeitunterschied. Aus diesen Gründen ist Arlington, Texas, meine bevorzugte Operationsbasis. Der Flugplatz Arlington liegt etwa 20 Kilometer südlich des internationalen Flugplatzes Dallas/Fort Worth. Mit durchschnittlich 409 Bewegungen pro Tag ist dieser Platz einer der verkehrsreichsten unkontrollierten Plätze der USA. Nähere Angaben findet man unter:

www.airnav.com/airport/KGKY

Empfehlenswert ist die dort beheimatete Flugschule Skymates Aviation, www.skymates.com. Sie wird von Gianluca Fausti geleitet, einem italienischen Einwanderer, der gern auf die Wünsche der europäischen Kunden eingeht. Mailadresse: luca@skymates.com

Wenn Sie Ihr Flugtraining absolviert haben und Ihr Fluglehrer davon überzeugt ist, dass Sie reif für die Prüfung sind, arrangiert er ein Treffen mit einem "Examiner". Examiner können Beamte der FAA sein, die für die Prüfung kein Geld nehmen dürfen, oder von der FAA designierte Piloten, meist ehemalige Air Force- oder Linienpiloten, die eine riesige Erfahrung haben. Die freien Examiner verlangen für eine Prüfung etwa 250 bis 300 US $. Vor der praktischen Prüfung findet stets eine mündliche Theorieprüfung statt. Diese ähnelt meist mehr einem freundschaftlichen Gespräch unter Kollegen. Sollten aber die Kenntnisse sehr lückenhaft sein, so kann man gnadenlos durchfallen. Hier hilft einfach nur eine gute Vorbereitung, die man mit dem Lernen für die schriftliche Prüfung verbinden sollte.

Wenn Sie sich mit dem Gedanken tragen, in USA fliegen lernen zu wollen, können Sie das gerne auf eigene Faust tun. Sie können sich aber auch mir anschließen. In einer Art Vorbereitungsseminar wissen Sie innerhalb weniger Stunden, wie Sie am besten die Theorie lernen, welches Lehrmaterial am günstigsten ist und mit welchem zeitlichen und finanziellem Aufwand Sie rechnen müssen. Am billigsten, wenn auch mit mehr Zeitaufwand kommen Sie davon, wenn Sie www.exams4pilots.org anwählen. Sie können unter dieser Adresse den Umfang der Theorie kostenlos kennen lernen und so oft Sie wollen einen Probelauf für die Theorieprüfung machen. Fühlen Sie sich ausreichend für die Theorieprüfung vorbereitet, können Sie diese entweder in Egelsbach bei CATS im Gebäude von Eisenschmidt, oder in den USA ablegen.

Kommen 2 oder 3 interessierte Flugschüler zusammen, fliege ich mit ihnen in die USA und unterrichte sie bei Skymates. Für Sie hat das den Vorteil, dass Sie ihren Fluglehrer bereits kennen, bevor Sie über den großen Teich gehen, vom Wegfall sprachlicher Schwierigkeiten ganz zu schweigen.

Vom Wetter her eignen sich am besten die Monate von Oktober bis April. Die Temperaturen liegen im Bereich unseres Sommers (vom Sommer 2003 einmal abgesehen) und meist ist gutes bis sehr gutes Flugwetter. Allerdings kann auch mal eine Kaltfront die Temperaturen bis unter den Gefrierpunkt drücken. Das ist aber in ein bis zwei Tagen vorbei. Der typische und sehr oft passende Spruch:

If you don't like our weather, wait for another five minutes!

Weiterführende Informationen über Flugausbildung in den USA bietet Ihnen die ausgezeichnet recherchierte Site von Axel Hamann, unter www.us-ppl.de.

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