Ihr Fluglehrer, die wichtigste Person

Wo immer Sie auch Ihre Flugausbildung machen wollen, der Erfolg hängt in großem Maße von Ihrem Fluglehrer ab.

Eine große Flugschule mit einem bekannten Namen ist nicht unbedingt Garant für eine effiziente Ausbildung. Oft wechselnde Fluglehrer oder Flugzeuge mit unterschiedlicher Avionik oder Instrumentierung sind nicht die beste Voraussetzung für einen schnellen Lernfortschritt. Auch Fluglehrer, die lediglich möglichst viele Flugstunden sammeln wollen, sind bisweilen nicht sonderlich an Ihrem schnellen Fortkommen interessiert. Sobald Sie allein fliegen, versiegt ihre Quelle für fremdbezahlte Flugstunden.

Schauen Sie sich also Ihren Fluglehrer und das für Ihre Schulung vorgesehene Flugzeug genauer an. Bestehen Sie auf einem für Ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Ausbildungsplan. Fragen Sie andere Schüler der von Ihnen ausgesuchten Schule. Fragen Sie die Prüfer. Lassen Sie sich Referenzen geben. Befragen Sie ehemalige Kunden der Schule. 
Auch wenn dies Zeit kostet, Sie ersparen sich vermutlich viele unnötige Flugstunden und Kosten.

Ausbildungsland: 

Seit der Angleichung der Vorschriften für den Erwerb einer Pilotenlizenz in Europa (JAR-FCL) können Sie in jedem dieser Länder eine Lizenz  erwerben. Diese berechtigt zum Führen eines in einem dieser Länder registrierten Flugzeuges. Auch in den USA gibt es Flugschulen, die neben der US-amerikanischen Ausbildung auch eine Prüfung nach JAA-Regelung durchführen. Somit können Sie mit relativ geringem Mehraufwand neben der (lebenslang gültigen) amerikanischen auch die europäische Lizenz erwerben.

Die Ausbildung in Deutschland unterliegt deutschen Gesetzen. Wenn Sie also (noch) keine Lizenz haben, dürfen Sie nur im Rahmen einer Ausbildung für eine deutsche Pilotenlizenz an einer deutschen Flugschule solo fliegen. Die Ausbildung in Deutschland ist vergleichsweise zeitaufwendig und teuer. Derzeit sind die USA immer noch das "gelobte Land", in der das Flugzeug als Transportmittel und nicht als unnötiges Spielzeug für ein paar Reiche gilt. Nirgendwo sonst kann man besser und kostengünstiger seinen Traum vom Fliegen verwirklichen.

Vorausetzungen für den Erwerb der US-amerikanischen


- Privatpilotenlizenz: Lernen und beherrschen der theoretischen Grundlagen (Selbststudium, etwa 80 Stunden), mit anschließender schriftlicher Prüfung. 40 Stunden Flug-Training, davon 10 Stunden Alleinflug sind für den PPL-Erwerb erforderlich. Abschließende mündliche und praktische Prüfung.

- Instrumentenflugberechtigung: Lernen und beherrschen der theoretischen Grundlagen (Selbststudium, etwa 80 Stunden), mit anschließender schriftlicher Prüfung. PPL mit 50 Flugstunden Überlanderfahrung, 40 Stunden IFR-Training (20 Stunden PC-Simulator können angerechnet werden). Abschließende mündliche und praktische Prüfung.

- Berufspilotenlizenz: Lernen und beherrschen der theoretischen Grundlagen (Selbststudium, etwa 120 Stunden), mit anschließender schriftlicher Prüfung. PPL mit 250 Flugstunden Gesamterfahrung, davon 100 Stunden als verantwortlicher Lfz.-Führer mit mind. 5 Stunden Nachtflug. Dazu kommen 10 Stunden Training mit einem Flugzeug mit Einziehfahrwerk, 10 Stunden Training in Instrumentenflug (falls vorab keine Berechtigung erworben wurde). Abschließende mündliche und praktische Prüfung.

- Linienpilotenlizenz: Lernen und beherrschen der theoretischen Grundlagen (Selbststudium, etwa 200 Stunden), mit anschließender schriftlicher Prüfung. PPL oder CPL mit 1500 Stunden Gesamterfahrung, davon 100 Stunden Überlandflug als verantwortlicher Lfz.-Führer mit mind. 25 Stunden Nachtflug. Entsprechendes Training wird vorausgesetzt (keine Mindeststunden vorgeschrieben). Abschließende mündliche und praktische Prüfung.